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Ursprünglich waren (nur) die Mondsichel, die 32 goldenen Punkte und die große Scheibe nah am Zentrum abgebildet, etwa wie auf diesem Bild.
Später kam Mehreres dazu. Die späteren Goldstücke sind von der offiziellen Museum-Halle-Photo von J. Liptak in Photoshop entfernt.

Für ein naturgetreues Bild der Sichel hat die Himmelsscheibe ein wenig gedreht zu werden. Abhängig des Monats und abhängig der Stunde der Abend weisen die Hörner der Sichel mehr oder weniger nach oben und steht die große Goldscheibe weiter höher oberhalb der Sichel.

Harmonische Komposition

Die Komposition der goldenen Punkten, Sichel und Kreis macht einen sehr harmonischen Eindruck. Ein wahrer Künstler had das Ganze komponiert.

  • Die goldenen Punkte sind alle gleich groß.
  • Die meisten Goldpunkte (25 von den 32) stehen ungefähr gleich weit voneinander und vom Rand entfernt (denkt man die späteren Hinzufügungen entlang des Randes und die Verschiebungen einiger Goldpunkte weg).
  • Nah am Rand ist eine Sichel mit ihrer "Rücken" zum Rand.
  • Sieben Punkte zwischen der Sichel und der goldenen Scheibe bilden eine kleine, kompakte Gruppe.
  • Die große Goldscheibe liegt etwas außerhalb der Mitte, fügt sich gut zu der Sichel.
  • Die Gruppe von sieben, Sichel und Kreis bilden das Hauptmotiv. Die drei verschiedenen Formelemente verhalten sich "im Gleichgewicht" zu einander und zu der Periferie. Die Goldpunkte sind um ihnen herum wie rhythmisch geordnet ausgestreut.

Konsensus 1:
Sichel und Sterne

Menschen aus unterschiedlichen Fachgebieten haben Unterschiedliches geforscht und sich bemüht die Bronzeplatte zu deuten. Da ist großer Konzensus im Bezug auf:

  • Die Sichel ist eine Mondsichel (oder eine verfinsterte Sonne oder ein verfinsteter Mond). Durch die Sichel weist alles darauf hin, dass die Bronzeplatte etwas mit dem Himmel zu tun hat.
  • Am Himmel gibt es hellere und schwächere, größere und kleinere Sterne. Auf der Bronzeplatte sind dagegen die goldenen Sterne gleich groß und gleichmäßig verstreut. Jedoch sind die Forscher einverstanden: Alle Goldpunkte sind Sterne.

Konsensus 2:
das Siebengestirn, die Plejaden,
aber ohne Sternbild Stier

  • In vielen alten Kulturen gehört das Siebengestirn (die Sieben Götter, MUL.MUL, Plejaden) zu den ersten benannten, aufgeschriebenen und überlieferten Sternnamen.
  • Am Himmel ist ein Grüppchen lichtschwächerer Sterne das zarten, funklenden Diamanten ähnelt, leicht zu finden und wieder zu erkennen. Beim Siebengestirn (Plejaden) am Himmel sind die Sterne deutlich anders angeordnet, und es gibt hellere und schwächere Sterne.
  • Die meisten Kulturhistorici und Astronomen einigen sich: Die Gruppe von sieben ist das Siebengestirn. Die Plejaden im Sternbild Stier sind gemeint, der Stier ist jedoch nicht dargestellt.

Konsensus 3:
Die Sichel ist eine Abendsichel,
die Plejaden sinken am westlichen Himmel

Der Goldschmied hat also die Mondsichel beim Siebengestirn dargestellt. Können Sternfreunden weiteres deuten?

  • Der Mond zieht meistens an den Plejaden (weit) unterhalb vorbei.
  • Die Kombination Plejaden-zunehmende Sichel ist am Anfang des aufsteigenden Jahres am westlichen Abendhimmel viel schöner, länger und auffälliger sichtbar als die Kombination Plejaden- abnehmende Sichel am östlichen Morgenhimmel in den hellen Frühlingsmonaten.
  • Nah an der Fundstelle, im Tal bei Memleben, ist der Ausblick auf dem westlichen Himmel sehr breit und weit und durch den Fluß bezaubernd schön. Von dort aus gibt es im Osten den Mittelberg mit relativ wenig Himmel.

Die Sichel als abnehmender Mond am Morgenhimmel, mit Plejaden unterhalb von Goldscheibe. Die Bronzeplatte verliert in dieser Stellung an Schönheit.

Eine der ersten Interpretation war: "Die Sichel ist eine Abendsichel, die Plejaden sinken am westlichen Himmel." Da sind keine Argumenten dagegen.

Die harmonische Stellung der Scheibe

Wie stellt man die runde Scheibe auf, sodass die Zuschauer am stärksten beeindruckt werden durch die Schönheit des Geschmiedete ?

Was kommt oben, unten und was kommt links, rechts?

Einige Beispiele der möglichen Darstellungen der runden Scheibe

  • Die Bronzeplatte sieht nicht harmonisch aus, wenn das Siebengestirn in der unteren Hälfte steht. Dies bestätigt, dass die Sichel eine Abendsichel ist.
  • Die große goldene Scheibe ist nicht harmonisch im Ganzen, wenn er unter ist.
  • Es ist die Sichel die entscheidet ob das Bild eine naturgetreue Abbildung des Himmels sein konnte, oder das ein willkürliches Kunstprodukt hergestellt war.
  • Bewerkenswert ist, das Gesamtbild wirkt mehr harmonisch, wenn die Sichel als naturgetreue Morgen- oder Abendsichel für irgendeinen Ort auf der Welt dargestellt ist.

Die erste Phase und zwei späteren Gestaltungsphasen

Obenstehende Abbildungen sehen anders aus als die gefunde Himmelsscheibe nah an Nebra, Halle, Sachsen-Anhalt. Forschung konnte anschaulich machen: Nach der Herstellung des ersten Zustandes gab es zwei Mal "Renovierungen". Mehrere goldenen Figuren kamen dazu, was die Harmonie der ersten Phase nicht zu Gute kam.

Der erste Zustand links oben war die originelle Scheibe.

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