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Ostervollmond am 19. April 2019

Die rhythmische Berechnung des ersten Frühlingsvollmondes

Die Westkirche feiert Ostern an dem Sonntag, der dem ersten Vollmond am oder nach dem 21. März folgt. Seit 325 wurde der Ostervollmond anhand langjähriger Sonne-Mond-Zyklen bestimmt. Die rhythmische Berechnung des ersten Frühlingsvollmondes wurde einer Berechnung, die alle damals bekannten unregelmäßigen Bewegungen des Mondes berücksichtigte, vorgezogen.

Nach jahrhundertelangen Diskussionen verfügte Papst Gregor XIII., dass einige Details an den langjährigen Sonne-Mond-Zyklen korrigiert und eine erneuerte Tabelle aufgestellt werden sollten, um die christlichen Feiertage sowohl am Sonne-Mond-Verhältnis zur Zeit des Todes und der Auferstehung Christi sowie am jüdischen Passahfest auszurichten.

Im gregorianischen Kalender von 1582 steht für 2019 auf S. 436 in Spalte 1 und 9, dass Ostern (Pascha) am 21. April stattfindet, Vollmond ist am 19. April um 4 Uhr, siehe Spalte 5.

Die Opposition Sonne-Mond wird jedoch erst gut acht Stunden später stattfinden, um 12.12 Uhr Winterzeit. Zyklisch berechnet ist im März am 20. Vollmond.

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Joachim Schultz: Von der Geschichte der Osterregel und des Osterfestes

"Für die Osterberechnung bewirkte die neuzeitliche Ordnung des Kalenders eine Auflösung und Verlebendigung der bisher noch starren Rhythmen. Obwohl die mittelalterlichen Zyklen und Bestimmungsregeln weiter erhalten blieben, ist seither durch die Berücksichtigung von Korrekturen ein Element gesteigerter innerer Beweglichkeit und ständiger Metamorphose in die Osterrechnung eingezogen. Es gibt daher auch seit der Neuzeit keine zyklisch wiederkehrende Reihenfolge von gleichen Osterdaten mehr, wie sie noch im Mittelalter durch den 532jährigen Osterzyklus bestand. Der Ostertag ergibt sich jetzt vielmehr in freierer Art aus den immer neuen und veränderten Verhältnissen des Kosmos."
Quelle: Das Goetheanum, 21. Jg., Nr. 13, 29.3.1942, S. 98-100

" Das Endresultat seit der neuzeitlichen Kalenderreform blieb: es gibt keine zyklische Wiederholung der gleichen Ostertagsfolge. Es kann dasselbe Datum öfter vorkommen, doch nie in der gleichen zusammenhängenden Reihenfolge. So ist der Bestimmungsmodus des Ostertages ein immer beweglicher und lebendiger, nie erstarrter."
Quelle: Das Goetheanum, 34. Jg., Nr. 14, 3.4.1955, S. 109–1

Joachim Schultz:hat drei Aufsätze geschrieben über das Osterfest:

osterfest joachim schultz ct94 doc

1. Aus der Geschichte des Kalenders *
2. Von der Geschichte der Osterregel und des Osterfestes **
3. Der geistige Sinn des beweglichen Osterfestes ***

Quellen:
*Das Goetheanum, 20. Jg., Nr. 52, 28.12.1941, S. 416–418,
**Das Goetheanum, 21. Jg., Nr. 13, 29.3.1942, S. 98-100,
*** Das Goetheanum, 34. Jg., Nr. 14, 3.4.1955, S. 109–1

Zusammengestellt von Carsten Tiede, am 13.02.2019

Elisabeth Vreede: Über das Osterfest

"Es ist das mit dem Kosmos Rechnende in bezug auf eine, sich auf der Erde abspielende Tatsache, was als das Bedeutsame der Regel angesehen werden muss. Das Rhytmische in dem Verhältnis der Gestirnswelt zur Erde spielt hier in grandioser Weise hinein. "Denn es waltet der Christus-Wille im Umkreis in den Weltenrhythmen, Seelenbegnadend" ist der Ausdruck, den R.Steiner bei der Weihnachtstagung 1923 für diese Tatsache im allgemeinen geprägt hat."
Quelle: "Über das Osterfest" in Kalender Ostern 1943-1944. 15. Jahrgang, herausgegeben von E. Vreede Arlesheim

ostern1943 vreede pdf

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