Home

Die Trigone im Tierkreis zur Zeit der alten Griechen.
Der Krebs steht oben; dieses Sternbild beschrieb einen höheren Himmelsbogen als die anderen Tierkreisbilder. Die Sonne stand während der längsten Tage des Jahres im Krebs.
Die Griechen bezeichneten das Trigon des Widders als das erste Trigon, das Trigon des Stieres als das zweite Trigon usw.
In der damaligen Zeit gab es noch keine Tierkreissymbole.

Das erste, zweite, dritte und vierte Dreieck - Geminos

In der Astrologie spielen die Feuer-, Luft-, Wasser- und Erde-Zeichen eine große Rolle. Die Einteilung der 12 Tierkreiszeichen beginnt mit dem Widder und dem Element Feuer, dann folgt der Stier und das Element Erde.
Das Elementenquartett (Feuer, Erde, Luft, Wasser) wird dreimal wiederholt und endet mit den Fischen – Wasser.

1) Feuerzeichen: Widder, Löwe, Schütze
2) Erdezeichen: Stier, Jungfrau, Steinbock
3) Luftzeichen: Zwillinge, Waage, Wassermann
4) Wasserzeichen: Krebs, Skorpion, Fische.

Die drei Feuerzeichen werden als Feuertrigon bezeichnet, die drei Erdenzeichen als Erdentrigon usw.

Um das Jahr 50 n. Chr. beschrieb der Mathematikgelehrte Geminos, dass der Widder, der Löwe und der Schütze zusammen ein "Trigonon" bilden (das griechische Wort für Dreieck). Im Tierkreis gab es vier Trigone, alle Seiten waren gleich lang:
1) "Das erste Dreieck, beginnend beim Widder, wird das nördliche Trigon genannt. Denn wenn der Mond in einem dieser drei Bilder steht und der Nordwind zu wehen beginnt, bleibt die Wetterlage über viele Tage hinweg dieselbe.
Durch aufmerksame Beobachtung können die Astrologen voraussagen, dass der Nordwind bleiben wird. Wenn der Nordwind sich erhebt, während der Mond in einem anderen Sternbild steht, lösen sich die Wolken auf.
2) Das nächste Dreieck, beginnend mit dem Stier, wird das südliche Trigon genannt.
Wenn der Mond in einem dieser drei Zeichen steht und der Südwind zu wehen beginnt, bleibt die Situation über viele Tage stabil.
3) Das nächste Dreieck, beginnend bei den Zwillingen, heißt aus demselben Grund das westliche Trigon.
4) Und das letzte Dreieck, ab dem Krebs, heißt das östliche."

In derselben Zeit kam der Astrologe Dorotheos von Sidon zu folgender Einteilung:
Widder, Löwe und Schütze waren „östlich“,
Stier, Jungfrau, Steinbock „nördlich“ und so weiter.
Die Zeichen hatten auch viele weiteren Eigenschaften. So waren zum Beispiel das erste und dritte Trigon männlich, die Zeichen des zweiten und vierten weiblich. Dorotheos berichtet, dass sein Wissen aus Babylonien und Ägypten stamme.

Um etwa 500 v. Chr. hatten die Ägypter von den Babyloniern die Anschauung, dass der Monat, in dem es zu einer Mondfinsternis kommt, für eine bestimmte Gegend eine prophetische Bedeutung habe, übernommen. Es gab eine Einteilung von dreimal Vier, die, auch wenn die Sternbilder und der Nordwind nicht darin vorkommen, Übereinstimmungen mit den viel späteren Windvorhersagen zeigt.

Ungefähr ein Jahrhundert nach Geminos und von Sidon erschien der Tetrabyblos des Claudius Ptolemäus. Er behauptete: "Die Tierkreiszeichen empfingen ihre Wirkung von den vier Jahreszeiten" und erklärte die Thesen.
Die Sonne stand im ersten Frühlingsmonat im Widder. "Das erste der Trigone führt durch den Widder, den Löwen und den Schützen, drei männliche Zeichen (...) wie auch der männliche Herr stets voranstehen muss, da alles Tatkräftige dem Passiven vorausstürmt. So sind Widder und Waage männlich (…) Von diesem aus folgt dann in fortlaufender Reihe dem männlichen immer ein weibliches Zeichen."
Ptolemäus schrieb über den Wind ganz anders als seine Vorläufer Geminos und Dorotheos von Sidon.

Die Verknüpfung der irdischen Elemente (Erde, Wasser, Luft und Feuer) mit den Tierkreiszeichen vollzog sich nicht in der griechischen Zeit! Wahrscheinlich ist sie im sechsten Jahrhundert entstanden.

Quelle: Geminou Eisag

Share on FacebookShare on TwitterShare on LinkedInTell a friend

© Stichting Een Klaar Zicht 1995-2019

 

naar bovencontact  ·  home