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Der Wassermann mit seinen offiziellen Grenzen (schwarze Linien). Die weiße Linie markiert den Gang der Sonne durch Steinbock, Wassermann und Fische.
Die Sonne geht am 16. Februar 2002 im Wassermann auf und am 12. März in den Fischen. Nach 72 Jahren befindet die Sonne sich einen Tag später auf den Grenzlinien.

Der Wassermann heute und im nächsten Zeitalter

Im August erscheint der Wassermann am Beginn des Abends im Südosten. Er geht auf, wenn die Sonne und der unsichtbare Löwe untergehen. Wassermann und Löwe stehen sich am Himmel gegenüber. Im August steht der Wassermann die ganze Nacht am Himmel, er durchläuft einen Bogen wie die Sonne im Februar. Die Sterne des Wassermann sind lichtschwach, der Mond kann beim Auffinden ihres Gebietes eine gute Hilfe sein.
Am 22. August steht am Abend der fast volle Mond im Wassermann. Kurz nach Mitternacht sind Mond und Sonne in Opposition und es ist Vollmond. In der nächsten Nacht sieht der abnehmende Mond noch wie eine runde Scheibe aus und befindet sich ebenfalls im Wassermann.
Jedes Jahr ist der Augustvollmond im Wassermann. In den vergangenen Jahrhunderten bekam dieses Tierkreisbild immer im August den Vollmond „zu Besuch". Das wird auch die nächsten Jahrhunderte noch so bleiben, danach beginnt der Übergang in eine neue Periode. V

ielen Menschen ist bekannt, dass die Sonne während eines halben Jahres immer südlicher aufgeht und einen niedrigeren, kleineren Himmelsbogen durchläuft. Vom 21. Juni bis 22. Dezember „wickelt die Sonne sich ein". Auch die Sterne beschreiben im Laufe der Zeit andere Himmelsbögen. Ein Stern wickelt sich jedoch um ein vielfaches langsamer ein bzw. aus als die Sonne.

Der Löwe gehört zu den Sternbildern, die in den kommenden Jahrtausenden südlicher aufgehen und weniger hoch steigen. Ein Stern des Löwen, der einen ebenso großen Himmelsbogen durchläuft wie die Sonne am 1. August, wird nach gut 2000 Jahren einen kleineren Himmelsbogen durchlaufen, so wie der der Sonne am 31. August. Das Sternbild Löwe ist im Begriff sich „einzuwickeln" und wird in den kommenden Jahrhunderten zu einem Bild, das im Osten aufgeht und ungefähr 12 Stunden am Himmel steht. Die Sonne wird im September mit den Sternen des Löwen auf- und untergehen.

Das ihm gegenüberstehende Bild des Wassermanns wird in den kommenden Jahrtausenden immer nördlicher aufgehen, höher steigen und längere Himmelsbögen durchlaufen. Dieses Sternbild „wickelt sich aus". Ein Stern des Wassermanns, der einen so niedrigen Himmelsbogen durchläuft wie die Sonne am 21. Februar, wird nach gut 2000 Jahre denselben Himmelsbogen durchlaufen wie die Sonne am 21. März.

Der ein- und auswickelnde Zyklus der Sonne dauert ein Jahr, der der Tierkreisbilder ungefähr 25 920 Jahre. Dieser Zyklus heißt „Das platonische Weltenjahr". In der Literatur wird es von einem anderen Gesichtspunkt aus als das „Wandern des Frühlingspunktes" bezeichnet. Nimmt man die „offiziellen" Grenzen des Wassermanns (die schwarzen Linien auf der Abb.) als Ausgangspunkt, tritt die Sonne am 16. Februar im Sternbild Wassermann ein und am 12. März in den Fischen (die Sonne befindet sich im Schnittpunkt der schwarzen und der weißen Linien).

Heute steht die Sonne am ersten Frühlingstag unter dem westlichen Fisch. Der Frühlingspunkt ist zur Zeit in den Fischen („Fische-Zeitalter"). Nach jeweils 72 Jahren steht die Sonne einen Tag später an derselben Stelle zwischen den Sternen. In einigen Jahrzehnten befindet sich die Sonne zwischen 17. Februar bis 13. März im Wassermann.

Es dauert noch ungefähr 8 x 72 Jahre, dann ist es so weit: am ersten Frühlingstag steht die Sonne im Wassermann. Das kommende Wassermann-Zeitalter wird sich von ungefähr 2610 bis 4310 n.Chr. erstrecken. In diesem „Weltenmonat" werden die Sterne des Wassermann im September die ganze Nacht über dem Himmel stehen und der Vollmond wird (nicht im August, sondern) im September aus dem Wassermann scheinen.

In a tempo 8/2002

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