
Die Abendsichel bei Venus (dem hellsten) und Jupiter (der höher am Himmel
steht).
Foto vom 1. Dezember, fotografiert 2008 von Ehsan Sanaei Ardakani, Mazre'ye no,
Ardakan, Yazd im Iran (32 Grad nördlicher Breite).
Im Iran wurde die Venus nicht verdeckt.
Siehe auch die Website von Eshan
De afbeelding
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Wenn die Mondsichel am Himmel steht, blicken die Menschen gern mal nach oben.
So ein aufleuchtender Bogen bzw. Schale sieht schön aus. Nähert sich die Sichel
einem hellen Planeten, lässt sich am Himmel viel mehr erleben. Bei einer schönen
«Komposition», zum Beispiel, wenn der Mond eine Schale für einen hellen Planeten
bildet, erfahren die Beobachter, dass sie zeugen eines besonderen Augenblicks
werden. Ein solches Bild ist einem nicht jede Monat vergönnt. Und wenn dann der
jetzige Tag an sich auch einen besonderen Charakter hatte, so verstärkt das
schöne Himmelsschauspiel die Empfindung «Heute ist ein denkwürdiger Tag.»
Als die Mondsichel am 1. Dezember 2008 ganz nah bei den beiden hellsten Planeten Venus und Jupiter stand, haben überall auf der Welt die Menschen mit großer Verwunderung zum Himmel aufgeblickt. Im Internet finden sich viele Fotos davon, so zeigt zum Beispiel die Webseite von spaceweather die Himmelslichter bei einem chinesischen Tempel, einem japanischen Vulkan, über den erleuchteten Skylines verschiedener Städte, über Palmen, Kaktusbäumen, Ozeanen usw.
Unsere Abbildung, die aus dem Iran kommt, zeigt das Himmelstreffen und die «Verbrüderung» auf der Erde. Ein Bewohner der indischen Stadt Mumbay schrieb: «Nach dem Angriff der Terroristen trauerten die Bewohner von Mumbay um ihre Freunde, die dabei ums Leben gekommen waren. Diese Himmelserscheinung kam wie ein Segen und ermutigte sie, weiterzumachen.»
Je nachdem, in welcher Region der Erde die Menschen lebten, sah die Konjunktion
recht unterschiedlich aus.
In Ägypten wurden Sichel und Venus bereits vor
Sonnenuntergang sichtbar, Venus links oberhalb der Sichel. Beim Sinken wurde der
Abstand zwischen dem Mond und den beiden Planeten geringer. Beim Untergehen
standen die drei Himmelslichter fast gleich hoch und sehr nah nebeneinander! Die
Sichel war zwischen Venus und Jupiter, dicht neben Venus.
In Spanien war die
Venus zu Beginn des Abends nicht zu sehen, der Mond verdeckte sie. Nach Einbruch
der Dunkelheit dann wurde sie plötzlich wie eine Perle unter der Sichel
sichtbar. Beim weiteren Sinken des Mondes nahm der Abstand zwischen ihnen zu.
In
Zentralafrika, beim Äquator, standen hoch am funkelnden Himmel Venus, die Sichel
und Jupiter in einer Linie (die Sichel in der Mitte). Die «Hörner» des Mondes
zeigten nach oben. Hier war das Himmelsbild fast symmetrisch.
Südlich des Äquators wies die zunehmende Mondsichel nicht nach links oben, wie bei uns und auf dem Foto, sondern nach rechts oben. Und in Australien hatte die Presse bereits zuvor über das «smiling face», den lachenden Mund, berichtet. Venus und Jupiter standen rechts über der Sichel, wie zwei freudestrahlenden Augen! Die Abendsichel sah wie unsere Morgensichel aus und Venus stand dort höher als Jupiter. Die Himmelslichter sanken nach links unten und der Mond kam viel näher an Jupiter heran als an Venus. Die Menschen «down under» haben ein völlig anderes Himmelsbild!
Bemerkenswert ist, je näher beim Südpol, desto weiter blieb der Abstand zwischen Mond und Venus. Und gerade in West- und Mitteneuropa, wo es möglich gewesen wäre zu sehen, dass Venus immer mehr in der Schale ruhte und dann ihr Licht innerhalb einer halben Minute erlosch, gab es leider Wolkenschleier.
Seit März 2009 sind Venus und Jupiter tief am Morgenhimmel sichtbar; Jupiter
geht zuerst auf. Während die hellen Planeten letztes Jahr aneinander vorbei
rasten, ändert sich jetzt an ihrer Sichtbarkeit nur wenig. Der Mond passiert
Jupiter und Venus am 17. und 21. Mai oberhalb.
Erscheint auch bei uns mal ein lachender Mond mit zwei freudestrahlenden Augen?
Am 21. Juli 2036 wird sich das Treffen von der Sichel mit Venus und Jupiter sehr
schön ausnehmen - doch bis dahin …?
Deze tekst is geschreven voor a tempo, mei 2009.
Siehe auch Blumenstrauss für die Menschheit
(PDF-Datei),
In:
Das Goetheanum, Wochenschrift für Anthroposophie,
Dornach/Switzerland, Pfingsten 2009
Und Venus, Jupiter und
Mondsichel am 1. Dezember 2008