Links: Die Mondsichel, Venus und Jupiter, eine Dreiviertelstunde nach Sonnenuntergang. Das Licht der Venus verlischt.
Rechts: Der Himmel ist vollkommen dunkel, die Planeten stehen viel tiefer.
Venus erscheint als lichtschwaches Pünktchen.
(Nach: Sterrengids 2008, De Koepel, Utrecht)

Deze tekst is geschreven voor a tempo, Dezember 2008.
 

 

Ein wunderschönes Himmelsbild verschwindet plötzlich

Der erste Dezembertag bietet ein wunderschönes Himmelsbild: Die Mondsichel bildet eine Schale für die Venus. Dieser Anblick ist jedoch nur von kurzer Dauer; um etwa 17 Uhr ist alles schon vorbei.

Venus kann dank der Mondsichel bereits kurz vor Sonnenuntergang (in Kassel: 16.19 Uhr) wahrgenommen werden. Der zunehmende Mond hat so viel Abstand zur Sonne, dass er am hellblauen Himmel gut sichtbar ist. Suchen Sie die Venus in gewisser Entfernung zwischen den beiden «Hörnern» der Mondsichel. Nach Sonnenuntergang scheint es, als ob die Sichel und die Venus immer intensiver leuchten und größer werden. Außerdem wird Jupiter sichtbar. Er befindet sich in unmittelbarer Nähe der beiden (siehe Abbildung). Während die Planeten sinken, nähern sich Sichel und Venus allmählich immer weiter an!
Jetzt, da sie gemeinsam von Osten nach Westen ziehen, zeigt sich uns, dass der Mond langsamer sinkt als die Venus.

Leider ist uns der Anblick der in der Mondenschale ruhenden Venus nicht vergönnt. Am Standort Kassel verschwindet der glänzende Planet um 17.02 Uhr komplett aus unserem Gesichtsfeld. Das Licht der Venus wird quasi innerhalb einer einzigen Minute zum Erlöschen gebracht.

Wer am 30. November Mond und Venus beobachtet, der kann am nächsten Abend voraussagen, dass die Sichel Venus noch vor ihrem Untergang verdecken wird. Doch wie kommt es, dass die Venus schon so früh am Abend verschwindet? – Der Mond ist viel größer als die aufleuchtende Sichel. Die Mondscheibe hat eine dunkle Nachtseite, die bei günstigen Umständen aschgrau schimmernd wahrnehmbar ist. Venus verschwindet hinter dem dunklen Rand des Mondes. Der Mond verdeckt sie länger als einen Stern, sie bleibt fast anderthalb Stunden verborgen.

Wenn die Venus wieder zum Vorschein kommt (in Kassel ist das um 18.23 Uhr), ist der Himmel vollkommen dunkel. Die Venus hat inzwischen eine viel tiefere Position erreicht, und man braucht ein Fernglas, um erkennen zu können, wie sie wieder aus dem Schein der Sichel auftaucht. So nahe beim Mond wirkt sie sehr klein und lichtschwach. Venus geht eine knappe Stunde nach der Bedeckung unter (in Kassel um 19.11 Uhr). Der Mond folgt sechs Minuten später. Die Venus wird erst am nächsten Abend wieder in vollem Glanz erscheinen. Wie weit hat sich der Mond dann schon wieder von ihr entfernt.

Bei einer Bedeckung durch den Mond gibt es immer regionale Unterschiede. In Köln verschwindet die Venus früher (die Bedeckung dauert von 16.58 bis 18.23 Uhr), im weiter östlich gelegenen Dresden später (von 17.09 bis 18.26).
Viele Amateurastronomen freuen sich darauf, mit einer WebCam, die am Teleskop befestigt ist, an ihrem Beobachtungsort den Vorgang des Wiedersichtbarwerdens der Venus festzuhalten.

Es gibt jedes Jahr eine bis drei Venusbedeckungen. Die meisten ereignen sich jedoch tagsüber oder wenn die Venus unter der Horizontlinie steht. Die nächste Venusbedeckung, die nachts stattfindet, wird sich am 10. Januar 2032 ereignen.

Am ersten Dezembertag können wir auch sehen, wie Jupiter schneller sinkt als die Venus. Außerdem geschieht noch etwas: Jupiter hat seine zweite Konjuntion mit Venus während seiner Sichtbarkeitsperiode, die Mitte Januar am Morgenhimmel angefangen war. Als er am 1. Februar mit Venus zusammentraf, waren sie im Morgengrauen kurz zu sehen, sie zog sich vom Morgenhimmel zurück. Zehn Monate später ziehen Venus und Jupiter wiederum rasch aneinander vorüber, diesmal in der Abendglut. Venus steht ab dem 5. Dezember mit jeder Woche auffallend weiter oberhalb des Jupiters am Himmel, während Jupiter Anfang Januar sich verabschiedet von dem Abendhimmel.
Wir müssen am 1. Dezember kurz auf die Venus verzichten; danach zeigt sie uns jeden Abend, warum sie der am häufigsten besungene Planet ist.


Een verzameling van fraaie opnames van de conjunctie (from all over the world !!!) is te vinden op: http://spaceweather.com/conjunctions/gallery_01dec08_page7.htm

Deze foto is gemaakt door Ehsan Sanaei Ardakani, Mazre'ye no, Ardakan, Yazd, Iran. Deze foto is er ook in groter formaat.

Het is zo boeiend te zien hoe de hemel er overal anders uitziet: De stand van de maan is zo verschillend, bovendien staat ze steeds in een andere verhouding tot Venus en Jupiter. Vergelijk bijv.

De maan in Cairo

The smiley face in Australian

Het artikel "Avondster bedekt, amateurs actief", een artikel van Gilbert Peeters in Zenith februari 2009, biedt boeiende waarnemingen: 

Bon Hogeveen: "Venus doofde tijdens de verdwijning langzaam uit, voordat hij geheel verdwenen was. Dit duurde zo'n twintig à dertig seconde.
Raymond Westheim uit Oss keek door een verrekijker: "Tijdens de intrede was te zien hoe Venus in minder dan een halve minuut zwakker werd en vervolgens achter de donkere maanrand verdween."

De vorige zichtbare bedekkingen waren op 5 oktober 1980 (prachtige ochtendhemel met een smalle maansikkel met daaraan vastgeplakt de parel Venus); vlakbij stond de heldere Regulus die twee uur eerder door de maan was bedekt). De bedekking daarvoor was (zie Sterrengids 2008) op 25 september 1924.