
Die Position von Löwe und Saturn um Mitternacht
im Zeitraum Dezember 2007 bis Juni 2008.
Sternbilder, die einen langen Himmelsbogen beschreiben, wie der Löwe,
bieten beim Aufgang, hoch im Süden und beim Untergang
einen stets anderen Anblick.
Saturn nähert sich Regulus langsam.
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tempo, Februar 2008.
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is er ook in groter formaat.
Der Löwe steht im Februar die ganze Nacht über am Himmel. Während der Abenddämmerung steigt er mit erhobener Brust auf. Die Sterne des Kopfes und seiner Brust ähneln zusammengenommen einer Sichel. Die Gruppierung der Sterne zu einer solchen doppelt gebogenen Linie verstärkt den Eindruck, dass der Löwe mit einem riesigen, kräftigen Sprung die Bühne betritt. Oberhalb des östlichen Horizonts wirkt er beeindruckend groß.
Später in der Nacht sieht er ganz anders aus. Suchen Sie ihn höher und weiter südlich, das Bild scheint zwischen den vielen anderen Sternen bei weitem nicht so groß zu sein. Hoch am südlichen Himmel macht es den Eindruck eines würdig einherschreitenden Löwen.
Wer früh aufsteht, kann wiederum einen anderen Anblick bekommen: Der sinkende Löwe ist mit nach unten gewandtem Kopf und „hängendem Oberkörper“ das Gegenbild zum aufgehenden Löwen.
Der hellste Stern des Löwen, der bläuliche Regulus, heißt von alters her der Löwe, der Königsstern oder der Stern im Herzen des Löwen. Er nimmt am Himmel einen ganz besonderen Ort ein:
Die Planeten können sich keinem anderen hellen Stern so sehr nähern.
In diesem Jahr steht links des Regulus der gelbliche Saturn. Der Planet folgt dem Stern bei seinem täglichen Steigen und Sinken. Er befindet sich in diesem Monat ebenfalls die ganze Nacht über am Himmel.
Die Frühaufsteher können am 21. Februar ein schönes Schauspiel wahrnehmen. Während der Mond unterhalb an Regulus und Saturn vorbeizieht, wird er voll. Wenn er als Vollmond eine Position ganz nah unterhalb Regulus einnimmt, findet eine Verfinsterung statt. Diese beginnt um 2:43 Uhr, zu Beginn der totalen Verfinsterung (um 4:00 Uhr) nimmt der Mond einen geheimnisvollen Farbverlauf an. Um 4:51 Uhr verschwinden die orangen, roten oder braunen Farben, und ab 6:09 Uhr leuchtet wieder die gesamte Scheibe auf.
Unsere Abbildung zeigt die Position von Löwe und Saturn um Mitternacht. Sie stehen einen Monat später zu dieser Stunde eine Station weiter auf ihrem Himmelsbogen. Saturn vollführt außerdem noch eine Bewegung, er nähert sich Regulus.
Seit dem 20. Dezember 2007 steht er jede Woche etwas näher bei Regulus, und bis zum 3. Mai wird der Planet sich ihm noch etwas mehr nähern. Saturn vollführt während gut vier Monaten einen westwärts verlaufenden Gang entlang der Sterne, der, relativ gesehen, ausgesprochen langsam ist.
In den übrigen Monaten seiner Sichtbarkeitsperiode bewegt er sich träge ostwärts an den Sternen entlang. Interessant ist, dass
Saturn im April und Mai genauso dicht bei Regulus stehen wird wie im September 2007, als sie in der Morgenröte sichtbar wurden.
In einigen Monaten wird also das gleiche "Beieinandersein" stattfinden wie zu Beginn dieser Sichtbarkeitsperiode; doch damals herrschten ganz andere Umstände. Den heutigen Ort im Löwen bekommen wir ebenfalls noch einmal zu sehen, nämlich dann, wenn Saturn im Juli in der Abendglut verblasst.
Der Sternenhimmel zeigt uns einen kontinuierlichen Vorwärtsbewegung von Osten nach Westen. Die Sterne stehen von Stunde zu Stunde und außerdem von Monat zu Monat weiter westlich auf ihrem Himmelsbogen. Durch die Planeten finden jedoch bestimmte gegenseitigen Verhältnisse von Neuem statt – doch unter jeweils anderen Umständen.