
Die Position von dem orangenfarbenen Mars und dem Sternbild Stier,
jeweils Mitte Dezember 2007, Januar und Februar 2008, eine dreiviertel Stunde nach Sonnenuntergang.
Mars bewegt sich in Richtung des oberen Horns des Stiers und hat im Januar einen mehr dynamischen Auftritt als die Sterne des Stiers.
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tempo, Januar 2008.
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Der orangefarbene Mars wird während der Abenddämmerung als Erstes sichtbar. Er ist in diesem Monat so hell, dass er kurz nach Sonnenuntergang, während alles um uns herum noch gut sichtbar ist und die Umgebung noch Farbe hat, bereits erscheint. Seine Position hoch über den Häusern am östlichen Horizont ist optimal, dieses Himmelsgebiet wird nämlich viel früher dunkel als der westliche Himmel.
Die nahe gelegenen hellen Sterne, die gelbliche Kapella links oberhalb von ihm (im Sternbild Fuhrmann), der orangefarbene Betelgeuze, ungefähr genau so weit rechts, unterhalb von ihm (im Orion) und der ebenfalls orangefarbene, doch beträchtlich weniger helle Aldebaran (im Stier), rechts von ihnen, erscheinen
ebenfalls relativ früh.
Im Laufe des Monats steht Mars in der Abenddämmerung immer höher, dadurch fällt er noch stärker auf. Auch die Sterne stehen von Woche zu Woche immer höher am östlichen Himmel, aber es gibt einen deutlichen Unterschied: Wenn wir im Januar immer um beispielsweise 18 Uhr, 20 Uhr und 22 Uhr den östlichen Himmel beobachten, lässt sich entdecken, womit dies zusammenhängt. Der Stier steht zwei Stunden später 30° – sozusagen einen „Platz“ – weiter auf seinem Himmelsbogen von Osten nach Westen. Der Stier steigt nicht nur im Laufe der Nacht auf, er steht außerdem mit jeder Woche höher am Himmel. Die Position, die der Stier am 1. Januar um 22 Uhr erreicht, hat er am 31. Januar bereits um 20 Uhr eingenommen. Das Sternbild ist einen Monat später zur selben Stunde gleichfalls einen „Platz“ weiter westlich auf seinem Himmelsbogen fortgeschritten.
Dass Mars am östlichen Himmel so rasch aufsteigt, hängt mit dieser schnellen Vorwärtsbewegung der Sterne zusammen. Er befindet sich im Stier nahe bei dessen oberen Horn, und er bewegt sich sowohl im Laufe der Nacht als auch im Monatslauf mit den Sternen des Stiers gemeinsam von Nordosten nach Nordwesten. Außerdem verfolgt er in Bezug auf die Sterne noch einen eigenen Kurs. Er steht bis 30.Januar 2008 immer näher beim oberen Horn des Stiers: Er bewegt sich im Bezug auf die Sterne in westlicher Richtung. Dadurch steigt er am Abendhimmel noch rascher auf als die Sterne!
Mars hatte im Dezember seinen höchsten Glanz erreicht und beherrschte die gesamte Nacht über den Himmel. Es ist immer so, dass Mars
dann im darauf folgenden Monat während der Abenddämmerung den östlichen Himmel beherrscht.
Auch die Planeten Jupiter und Saturn erklimmen den Abendhimmel mit größerer Geschwindigkeit als
die ihnen benachbarten Sterne, aber man muss viel aufmerksamer sein, um dies wahrnehmen zu können.
Nur die Venus kann so rasch zu einer so dominanten Erscheinung werden. Ihr stürmischer Aufstieg ähnelt dem des Mars, doch es handelt sich um ein ganz anderes Geschehen.
Venus ist immer in der Nähe der Sonne. Sie ist jetzt das auffallendste Licht während der Morgendämmerung, tief am südöstlichen Himmel. Venus stieg ab Ende August bis Oktober stürmisch am östlichen Himmel empor. Sie entfernte sich rasch von der aufgehenden Sonne und ihre Helligkeit nahm schnell zu. Mars war schon im vorherigen Monat "der Herrscher der Nacht". Er stand am 24. Dezember gegenüber der Sonne und seitdem nähert er sich der untergehenden Sonne. Im Gegensatz zur Venus hat Mars seinen dynamischsten Auftritt, nachdem er um Mitternacht hoch im Süden zwischen den funkelnden Sternen seinen größten Glanz erreicht hat.