
Eine Impression aus dem Tal der Unstrut. In dieser lieblichen Umgebung - nur wenige Kilometer von Kloster Memleben entfernt - ist der Fundort, siehe die Website von Memleben
Menschen, die den Fundort besuchen möchten und gerne die Stimmung der Landschaft und den örtlichen Himmel erleben möchten, empfehle ich gerne in Nebra ein Fahrrad zu mieten. Es gibt beim Bahnhof Nebra einen schönen Fahrradweg am Fluss Unstrut entlang (flacher Weg) Richtung Memleben (halbe Stunde). Die schöne und milde Landschaft am Fluss Unstrut ist bei Memleben, südlich von Fundort, zum Westen hin sehr offen. In der ländlichen, freundlichen Umgebung von Memleben gibt es einen breiten Tal mit einem sehr weiten Himmelsblick, speziell auf den westlichen Himmel. Es gibt bei Memleben nach Osten (Aufgangsrichtung der Himmelslichter) keine gute Sicht.
Speziell an den Abenden, an denen man das Neulicht erwartet, und bei zunehmender Abendsichel, wenn die Sichel während der Abenddämmerung am westlichen Himmel jede viertel Stunde intensiver aufleuchtet, ist es recht schön, im flachen Gebiet zwischen Memleben, Wendelstein und dem Fundort zu bleiben. Da gibt es keinen kalten nordöstlichen Wind und man kann während längere Zeit hindurch gut beobachten, wie der Mond allmählich senkt.
Vom sehr alten Dorf Memleben aus (nicht auf der Karte, weiter linksunter) sieht der Aufsteig zum Fundort (Nordosten von Memleben) viel flacher und schöner aus,

als auf dem Weg, den ich zunächst gegangen war: von Nebra über
die offizielle Anfahrtstrasse nach Klein-Wangen, am riesigen, eckigen
Besucherzentrum (Arche Nebra) vorbei und über einen ziemlich steilen Asfaltweg
den Berg hinauf.
Von Nebra, selber auch auf einem Berg gelegen, kommt man
erst von Osten und dann von Süden an den Fundort heran, unterwegs gibt es durch die
Berge und Bäume keinen guten Blick auf den westlichen Himmel. Und der
hügelartige östliche Horizont hat keine speziellen Merkmale.
Für uns aus der stark industrialisierten Welt ist es ein großer Genuss in
der schönen und milden Landschaft am Fluss Unstrut bei Memleben, südlich von
Fundort, den Nachthimmel zu erleben.
Es wäre recht sinnvoll, wenn gerade dieses Gebiet
verschont bliebe von künstlichem kalten weißen Licht, Motorradfahrern und
Autos. Sterngucken ist ja viel eindrucksvoller in einer ruhigen und dunklen
Umgebung, als wenn man umgeben ist von Lampen und Lärm von mobilisiertem
Verkehr.
Eine spezielle Art des Tourismus wäre gut möglich. Dieses Gebiet weiter auszugestalten zu einem einzigartigen Dunklerhimmelnaturschutzgebiet , wo Menschen während der Abenddämmerung und in der Nacht zwischen Getreidefeldern, Wiesen und Kräutergärten das Himmelsgefunkel erleben können. Vielleicht sogar mit einem heißen Getränk an einer windfreien Stelle am Holzfeuer sitzend.
Dies auch zur Ehre an dem Goldschmied und seinen Zeitgenossen.